Ulrich Flückiger: Ergänzungen zum offenen Brief

Mit dem “offenen Brief an den Gemeinderat” hat mir Paul Ryf, Präsident des Vereins Wohnqualität Thayngen, aus dem Herzen gesprochen. Ich wohne seit fünf Jahren in der Nähe des Bahnhofs. Die Lärmbelastung ist in dieser Zeit stets grösser geworden. Ich möchte den offenen Brief noch mit weiteren Lärmbelastungen, denen die Bewohner dieses Quartiers ausgesetzt sind, ergänzen.

Die Bautätigkeit der letzten Jahre in der Region des Bahnhofs (Bahnhofausbau, Bau von Abstellgeleisen, Altersheimumbau, Überbauung beim Kreuzplatz) trug wesentlich zu einer grossen Lärmbelastung bei. Viele Arbeiten der Bahn wurden auch nachts durchgeführt. Störenden Nachtlärm gibt es auch von gewissen Arbeiten der “Knorri”. In letzter Zeit stören über das Wochenende Frühheimkehrer von den Nachtzügen häufig den Schlaf. Zurzeit reissen einen auch die vielen nächtlichen Güterzüge aus dem Schlaf.

Wenn man das Wohnquartier um den Bahnhof weiter verdichten will, sollte der Gemeinderat mit verschiedenen Massnahmen für den Erhalt einer gewissen Wohnqualität sorgen. Bis jetzt hat er in dieser Richtung wenig unternommen.

Da auch in Zukunft mit weiterer Bautätigkeit im Bahnhofquartier zu rechnen ist, habe ich die Konsequenzen gezogen. Ich werde in ein ruhigeres Quartier umziehen.

Ulrich Flückiger, Thayngen

Anmerkung des VWT: Wir verstehen Ueli Flückiger, dass er für sich persönlich die Konsequenzen gezogen hat. Das Problem der Quartierbewohner und der Gemeinde als Ganzes ist damit aber nicht gelöst. Und es kann es nicht einfach ausgesessen werden, auch wenn es bis zu den nächsten Wahlen scheinbar noch lange dauert.