Am 26. Februar veröffentlichte Aldo Künzli, Vizepräsident des Vereins Wohnqualität Thayngen, im “Thaynger Anzeiger” den nachfolgenden Leserbrief. Bitte beachten Sie auch die am Schluss des Leserbriefs beigefügten Links zu weiteren interessanten Leserbriefen. – 2008, dunkle Wolken türmten sich über Thayngen. Gleich neben dem Kesslerloch soll eine Verschrottungsanlage gebaut und Thayngen zum Schrottdorf werden. Deswegen wurde der WTW (Wohnqualität Thayngen West) gegründet und bald darauf in VWT (Verein Wohnqualität Thayngen) umbenannt. Ganz aus der Absicht heraus, dass unser Einsatz für ganz Thayngen nötig und wichtig ist.
So kämpfen wir also schon mehr wie zehn Jahre für ein lebenswertes, wohnliches Thayngen!
Was haben wir bisher erreicht? Das traurige zuerst: wir sind den Schrott noch nicht los und das Kesslerloch ist nach wie vor mit Holz- und Metallabfällen umstellt und der Lärm für Kesslerlochbesucher unangenehm. Eine traurige Geschichte und das Ende noch nicht abzusehen.
Und trotzdem hat sich manches zum Guten gewendet. Wir haben einen Findlingsweg ins Leben gerufen und durch unseren Einsatz in Bern ist das Pfahlbauerhaus nach Thayngen gekommen. Es brauchte aber die Opferbereitschaft des Gemeindepräsidenten -der zwei Wochen im Pfahlbauerhaus verbrachte- damit er die Transportkosten und den Wiederaufbau durch den Zivilschutz vom Gemeinderat genehmigt bekam.
Inzwischen führt der Wanderweg nach Schaffhausen über den Findlingsweg und das Pfahlbauerhaus und das Kesslerloch beginnen zu leben.
Unser Einsatz bei der DB hat dazu geführt, dass die Güterzüge morgens um vier nicht mehr mit quietschenden Bremsen in Thayngen angehalten werden und so unsere Nachtruhe nicht mehr gestört wird.
Seit ein paar Jahren sorgt der VWT auch dafür, dass der neue Zug- und Busfahrplan für Thayngen gemacht und aufgelegt wird.
Dann hat unsere Hartnäckigkeit auch beim Verkehrslärm der J15 endlich zu einem Erfolg geführt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h soll nicht nur Verkehrsunfälle vermindern, was wir natürlich sehr hoffen, aber dass nun der Strassenlärm nach fünf Uhr morgens stark abgenommen hat, ist ein ganz grosses Plus für unsere Wohnqualität.
Die Verkehrsführung durch das Dorf bei Sperrung der J15 ist besser verteilt worden, ist aber nach wie vor eine grosse Belastung für die Bevölkerung.
Ja, es gibt aber immer noch viel zu tun: Der Verkehrslärm auf Ebringer-, Bahnhof-, Kesslerloch- und Schaffhauserstrasse ist immer noch zu hoch und der Schrottbetrieb, mit all seinen Einflüssen auf die Wohnqualität, scheint noch lange nicht besiegt, und schon gilt es den Ausbau der J15 auf vier Spuren genau zu verfolgen.
Da wir bei unseren Bemühungen gegen die Schrottfirma von offizieller Stelle überhaupt nicht unterstützt werden, sahen wir uns gezwungen den Rechtsweg zu beschreiten.
Es kann doch nicht sein, dass wir zwar eine kinderfreundliche Gemeinde sind, aber die Wohnqualität eines ganzen Quartiers vernachlässigen.
Wir vom VWT kämpfen weiter, sind aber auf jede Unterstützung angewiesen. Besuchen Sie unsere Homepage (wohnqualitaet-thayngen.ch) und melden Sie uns Ihre Sorgen zur Wohnqualität in unserem Dorf. Wir bleiben dran und setzen uns für Sie ein. Übrigens: Dem VWT kann man auch beitreten.
Aldo Künzli, Vizepräsident, Verein Wohnqualität Thayngen
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